Voller Geschmack, reduzierter Gehalt

In 2025 haben wir uns erneut verpflichtet, bei Frühstückscerealien, Erfrischungsgetränken, Milchmischgetränken sowie Quark und quarkähnlichen Produkten den zugesetzten Zucker bis Ende 2028 um weitere 10 % zu senken. Bei Joghurts soll der zugesetzte Zucker um weitere 5 % sinken.

Minus 10% zugesetzter Zucker in Erfrischungsgetränke

Minus 10% zugesetzter Zucker in Frühstückscerealien

Minus 10% zugesetzter Zucker in Quark

Minus 10% zugesetzter Zucker in Milchmischgetränken

Minus 5% zugesetzter Zucker in Joghurts

Das richtige Mass

Zucker und Salz geraten immer wieder in die Kritik – manchmal auch zu Unrecht. Denn unser Körper benötigt verschiedene Nährstoffe, die in Zucker oder Salz enthalten sind, damit unser Stoffwechsel einwandfrei funktionieren kann. Nehmen wir von ihnen zu wenig zu uns, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Deswegen sollten bei einer ausgewogenen und bewussten Ernährung auch Zucker und Salz auf dem Speiseplan stehen.

Verschiedene Zuckerarten kommen natürlich in Nahrungsmitteln vor, wie beispielsweise Fruchtzucker (Fructose) in Früchten oder Milchzucker (Lactose) in Milchprodukten. Manche verarbeitete Lebensmittel enthalten hingegen künstlich zugesetzten Zucker. Daher nehmen viele Menschen grosse Mengen Zucker zu sich, ohne es zu merken. Übermässiger Zuckerkonsum kann jedoch zu Übergewicht führen und beispielsweise das Risiko erhöhen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Konsum von Zucker auf maximal 10 % der Energiezufuhr einzuschränken. Bei einer Zufuhr von 2000 kcal pro Tag bedeutet dies 50g Zucker. Wie viel Zucker in der Schweiz konsumiert wird, ist nicht genau bekannt. Abgeleitet von Zahlen des Schweizer Bauernverbandes schätzt das BLV den Konsum auf ungefähr 110g pro Person und Tag. Das ist deutlich mehr, als die WHO empfiehlt. Das BLV setzt sich in Zusammenarbeit mit den Produzenten für eine Zuckerreduktion in Lebensmitteln ein." (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, 03.11.2022)

Zu den negativen Folgen von zu viel Salz im Körper gehen die Meinungen der Experten auseinander: Einige sprechen von negativen Folgen für Nieren und Herz-Kreislauf-Funktionen, andere sagen, dass es hierfür keine aussagekräftigen Beweise gibt. Fest steht, dass zu viel Salz dem Körper Wasser entzieht und wir unseren Salzkonsum daher beschränken sollten.

Gemäss einer Studie, welche vom Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (2011) durchgeführt wurde, konsumiert die Schweizer Bevölkerung gut 9 g Salz pro Tag. Längerfristiges Ziel ist es, den Salzkonsum der Bevölkerung in der Schweiz gemäss den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO auf maximal 5 g Salz pro Kopf und Tag reduzieren, indem ihnen gezeigt wird, wie sie den Salzkonsum reduzieren können. Weniger Salz konsumieren ist ein Beitrag zur eigenen Gesundheit. Dadurch kann zum Beispiel hoher Blutdruck gesenkt werden.

Schrittweise Entwöhnung

Reduziere den Einsatz von Zucker oder Süssstoffen schrittweise. So gewöhnst du dich langsam daran. Kaufe Joghurt, Quark oder Müsli ohne Zuckerzusatz und süsse diese beispielsweise durch die Zugabe von Früchten.

Bewusstes Naschen

Du musst weder auf Süsses noch auf Salziges verzichten. Nasche aber bewusster und nicht nebenbei. Esse beispielsweise statt zwei Kuchenstücken eins, geniesse es aber dafür mit allen Sinnen.

Vergleichen lohnt sich

Die Nährwerttabelle verrät, wie viel Zucker in einem Lebensmittel steckt; die Zutatenliste zeigt, um welche Zucker es sich handelt. Zudem gilt: Je weiter vorne ein Zucker in der Zutatenliste steht, umso mehr ist davon enthalten. Verarbeitete Produkte wie Fruchtsaftgetränke, Fruchtjoghurts, Müslis, Fertiggerichte und Saucen können viel Zucker enthalten – die Menge kann innerhalb einer Produktgruppe sehr unterschiedlich sein. Vergleichen lohnt sich! MenuCH hat gezeigt, dass fast 40 % des zugesetzten Zuckers in der Ernährung aus Süssgetränken stammt.



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