Voller Geschmack, reduzierter Gehalt
Seit 2019 reduzieren wir zugesetzten Zucker in Joghurts und Frühstückscerealien im Rahmen der Erklärung von Mailand. Mitte Februar 2023 haben wir uns darüber hinaus dazu verpflichtet, bei Erfrischungsgetränken, Milchmischgetränken, Quark und quarkähnlichen Produkten ebenfalls die zugesetzte Zuckermenge zu senken: bis Ende 2024 minus 10 %.
Das richtige Mass
Zucker und Salz geraten immer wieder in die Kritik – manchmal auch zu Unrecht. Denn unser Körper benötigt verschiedene Nährstoffe, die in Zucker oder Salz enthalten sind, damit unser Stoffwechsel einwandfrei funktionieren kann. Nehmen wir von ihnen zu wenig zu uns, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Deswegen sollten bei einer ausgewogenen und bewussten Ernährung auch Zucker und Salz auf dem Speiseplan stehen.
Verschiedene Zuckerarten kommen natürlich in Nahrungsmitteln vor, wie beispielsweise Fruchtzucker (Fructose) in Früchten oder Milchzucker (Lactose) in Milchprodukten. Manche verarbeitete Lebensmittel enthalten hingegen künstlich zugesetzten Zucker. Daher nehmen viele Menschen grosse Mengen Zucker zu sich, ohne es zu merken. Übermässiger Zuckerkonsum kann jedoch zu Übergewicht führen und beispielsweise das Risiko erhöhen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Konsum von Zucker auf maximal 10 % der Energiezufuhr einzuschränken. Bei einer Zufuhr von 2000 kcal pro Tag bedeutet dies 50g Zucker. Wie viel Zucker in der Schweiz konsumiert wird, ist nicht genau bekannt. Abgeleitet von Zahlen des Schweizer Bauernverbandes schätzt das BLV den Konsum auf ungefähr 110g pro Person und Tag. Das ist deutlich mehr, als die WHO empfiehlt. Das BLV setzt sich in Zusammenarbeit mit den Produzenten für eine Zuckerreduktion in Lebensmitteln ein." (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, 03.11.2022)
Zu den negativen Folgen von zu viel Salz im Körper gehen die Meinungen der Experten auseinander: Einige sprechen von negativen Folgen für Nieren und Herz-Kreislauf-Funktionen, andere sagen, dass es hierfür keine aussagekräftigen Beweise gibt. Fest steht, dass zu viel Salz dem Körper Wasser entzieht und wir unseren Salzkonsum daher beschränken sollten.
Gemäss einer Studie, welche vom Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (2011) durchgeführt wurde, konsumiert die Schweizer Bevölkerung gut 9 g Salz pro Tag. Längerfristiges Ziel ist es, den Salzkonsum der Bevölkerung in der Schweiz gemäss den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO auf maximal 5 g Salz pro Kopf und Tag reduzieren, indem ihnen gezeigt wird, wie sie den Salzkonsum reduzieren können. Weniger Salz konsumieren ist ein Beitrag zur eigenen Gesundheit. Dadurch kann zum Beispiel hoher Blutdruck gesenkt werden.
