Klar: Ganz frisch schmecken Obst und Gemüse am allerbesten. Mit der richtigen Lagerung kann man aber dafür sorgen, dass die Nähr- und Aromastoffe noch möglichst lange erhalten bleiben. Hier die wichtigsten Tipps, damit die Frische länger anhält!
Grundsätzlich bewahrt man Gemüse am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, im kühlen Keller oder Vorratsraum auf. Der Schutz vor Licht ist ebenso wichtig wie der Schutz vor Feuchtigkeit. Weil ein feuchtes Klima zum schnelleren Verderben führt: Gemüse erst vor der Zubereitung oder dem Essen waschen!

Kartoffeln brauchen viel Schutz – vor Licht, Kälte, Wärme und Feuchtigkeit.

Kartoffeln lagert man am besten in absoluter Dunkelheit. Ist es ihnen zu hell, verfärben sie sich grün – ausgelöst durch Solanin, einen Stoff, der in grösseren Mengen giftig ist.

Ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad. Darunter entwickeln sie einen süsslichen Geschmack, darüber verderben sie schnell, bilden Triebe und schrumpeln.

Der Schutz vor Feuchtigkeit ist wichtig, weil die Kartoffeln sonst sehr schnell faulen oder schimmeln. Wer zuhause keine optimalen Bedingungen hat, kauft besser geringe Mengen, die bald konsumiert werden.

Übrigens: Kartoffeln mit kleinen Austrieben kann man – nach gründlichem Schälen – problemlos essen. Sind sie mit Trieben übersät und schrumpelig, sind sie dagegen nicht mehr zu gebrauchen, denn auch dann hat sich giftiges Solanin gebildet.

An Karotten, Radieschen oder Kohlrabi ist noch Blattgrün dran? Weg damit!

Die Blätter bzw. das Kraut entziehen dem Gemüse Feuchtigkeit, deshalb soll das Grün vor dem Lagern entfernt werden. Das heisst nicht, dass man es wegwerfen muss: Fein geschnitten kann es als Würzkraut für Salat oder Suppe verwendet werden.

Karotten-Tipp: Gemüse nicht in der Kunststoff-Verpackung lagern, da sich sonst Schwitzwasser und Schimmel bilden können. Für die Lagerung im Gemüsefach des Kühlschranks können sie zum Beispiel in ein frisches Geschirrtuch gewickelt werden.

Äpfel, Birnen und andere Früchte sollten nicht in der Nähe von Gemüse gelagert werden.

Ein natürliches Gas ist das Problem: Äpfel und Birnen, aber auch Aprikosen, Bananen, Nektarinen und Pfirsiche verströmen beim Reifen Ethylen. Dieses beschleunigt den Reifungsprozess von Früchten und Gemüse in der Nähe – sie werden überreif und faulig. Deshalb lagert man diese Früchte am besten separat.

Tomaten und Auberginen reagieren empfindlich auf Kälte und schmecken weniger gut.

Im Kühlschrank verlieren Tomaten und Auberginen rasch ihr Aroma und ihre Frische. Ideal sind Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad.

Tomaten lagert man am besten auf einer weichen Unterlage, zum Beispiel auf einem Küchentuch oder in einem Korb. So vermeidet man Druckstellen. Im Sonnenlicht reifen Tomaten nach. Wer das nicht will, schützt sie davor, zum Beispiel durch Zudecken mit einem Tuch.