Egal ob Erdbeere, Erbse oder Ehrenpreis: Jede Pflanze braucht für ihr Wachstum gute Erde, die ihr alle nötigen Nährstoffe und sicheren Halt gibt. Je nachdem, welche Pflanzen man wo und wie einsetzt, mit der passenden Mischung blüht die Gartenfreude auf.
Gartenarbeit wird immer beliebter. Egal ob auf dem Balkon, der Terrasse, dem Fensterbrett oder im Garten. Doch oft wollen die Pflanzen nicht so recht wachsen, weil es – ganz wörtlich – am Grundlegenden mangelt, nämlich der Erde.

Neben Faktoren wie Standort, Bewässerung und Dünger spielt der Boden eine entscheidende Rolle. Hinter dem, was man als Laie gemeinhin als «Erde» bezeichnet, verbirgt sich eine reichhaltige Rezeptur aus verschiedensten Inhaltsstoffen, die speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen oder Pflanzengruppen abgestimmt ist. Dabei wird auf den richtigen Nährstoffgehalt, die ideale Zusammenstellung der Rohstoffe und den passenden pH-Wert geachtet. Nur so fühlen sich die Pflanzen wohl und gedeihen prächtig.

Gute Erde erkennt man leider nicht auf den ersten Blick
Es kommt auf die inneren Werte an: Je nach Pflanzenart wird eine unterschiedliche Menge an Hauptnährstoffen wie Stickstoff, Phosphat und Kalium benötigt. Spezielle Zuschlagsstoffe passen die Erde an die individuellen Bedürfnisse der Pflanzen an. Zum Beispiel bietet Ton den Pflanzen zusätzlichen Wasserspeicher. Holzfasern sorgen für eine gute Struktur des Substrates und verhindern, dass es übermässig schnell austrocknet und eine rissige, verkrustete Oberfläche bildet.
Worauf man als Kunde achten sollte, ist die regionale Herkunft und insbesondere der Torfgehalt: Die Gewinnung von Torf trägt zur Zerstörung der Moore bei. Dadurch verlieren viele seltene Pflanzen und Kleintiere ihren Lebensraum. Ausserdem bindet Torf grosse Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, das beim Abbau wieder freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt. Daher sollte man Gartenerde und Substrate wählen, die so wenig Torf wie möglich enthalten.

Wärmendes Sonnenlicht, frische Luft, festes Erdwerk – und hin und wieder einen Wachstumsturbo: Pflanzen brauchen zum Gedeihen die richtigen Nährstoffe. Einige einfache Regeln helfen dabei, wie man Dünger gezielt zum Wohl der Pflanzen einsetzt.
Die satten Blätter ranken sich der Sonne entgegen, um sich von ihren Strahlen kitzeln zu lassen, während die kräftigen Wurzeln tief in der Erde nach Wasser und Nährstoffen graben: So sieht das perfekte Leben für eine Pflanze aus. Dabei entzieht sie dem Erdreich nach und nach immer mehr Mineralien und Spurenelemente. Wenn diese im Boden langsam knapp werden, braucht sie Unterstützung – zum Beispiel in Form von Dünger.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die drei lebenswichtigen Elemente Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), kurz NPK: Stickstoff sorgt für ein kräftiges Wachstum der Pflanze, Phosphor für die Blüten- und Fruchtbildung, Kalium für das allgemeine Wohlbefinden und die Widerstandsfähigkeit der Pflanze. Spurenelemente oder spezielle Zusatzstoffe wie Schwefel, Magnesiumoxid oder Guano passen das Nährstoffangebot an die jeweilige Pflanze an.

Wichtig ist in jedem Fall, sich bei der Dosierung an die Hinweise auf der Verpackung zu halten. Zuviel an Dünger kann dazu führen, dass sich zwar viele und grosse Blätter, aber weniger Blüten und somit Früchte bilden. Durch das beschleunigte Wachstum kann die Pflanze auch leichter bei Wind und Wetter umknicken. Daher empfiehlt es sich, lieber öfter in kleinen Mengen zu düngen als selten bei hoher Dosierung. Was die Pflanzen genau benötigen, hängt von der Anbaumethode, der Bodenbeschaffenheit und dem Säuregrad (pH-Wert) ab.